Niemals in meinem Leben hätte ich gedacht, dass ich mal so etwas affiges wie einen Blog anlegen werde. Aber ich hätte auch niemals im Traum daran denken können, dass ich mal so viel Mist zu verarbeiten habe. Wo fange ich an? Und wie? Und was bezwecke ich hier überhaupt?

Ich bin ein ziemlich positiver und glücklicher Mensch. Ehrlich. Nicht nur nach außen. Auch innerlich kann ich mich über fast alles freuen und sehe das positive. Vor allem für das Glück der anderen kann ich mich begeistern, da geht mir richtig das Herz auf. Sei es nun der Heiratsantrag den meine beste Freundin bekommen hat, die bestandene Prüfung oder jede andere etwaige Banalität. Das selbst finde ich an mir gut. Empathie ist das Stichwort. Nie könnte ich mir ausmalen, wie es wäre hätte ich diese nicht. Wie stumpfsinnig muss ein Leben sein, wenn man empathielos durch die Weltgeschichte streift? Oder vielleicht ist es auch einfacher? Keine Ahnung. Es ist wie es ist und ich bin zufrieden. Warum ich das schreibe? Vielleicht um mir selbst zu beweisen, dass ich die Hoffnung nicht aufgeben darf? Das die Sachen, die ich täglich versuche zu verarbeiten nicht das sind, was mich ausmacht. Das ich ein glükckliches Leben habe. Und das ist auch so.
Aber manchmal läuft das Leben nicht rund. Und genau darum geht es hier.
Dieser Blog ist für mich – und zwar nur für mich. Bis zu dem Zeitpunkt, wo ich das Gefühl habe, es gibt da einen Menschen, dem ich mich gerne anvertrauen möchte. Dreiviertel der Dinge die ich hier für mich niederschreiben möchte, habe ich in meinem Leben noch nie jemandem so erzählt. Ich weiß das das falsch ist und das vermutlich genau das helfen würde es zu verarbeiten. Wahrscheinlich schäme ich mich einfach zu sehr. Und zu diesem Zeitpunkt interessiert es sowieso keinen mehr. Ich hätte einfach früher handeln müssen. In so vielen Situationen. Aber die Chance ist nun vertan und damit muss ich umgehen. Also nutze ich nun meine Chance hier und schreibe auf was ich fühle. Zum loslassen.

Los geht’s.